Gerade das Thema Prüfungskultur bzw. die Bewertung von Schüler*innenleistungen beschäftigt Schulen. Viele Unsicherheiten entstehen – sie sind inhaltlicher Natur und berühren rechtliche Fragen. Sie greifen an einer der Grundlegitimationen von Schule an: Der Vergabe von Zeugnissen oder Beurteilungen, an der Funktion, in einem gesellschaftichen System Zugangsberechtigungen auszusprechen (oder eben nicht). Durch KI kommt es zu einer Verschiebung der Kompetenzen – weg von den Lehrkräften als Wissens- und Entscheidungsinstanzen, hin zu Schülerinnen und Schülern, die selbständige Wege wählen, um Wissen zu erlangen und sich zu Eigen zu machen. Was früher eine Kompetenz war: “Zu wissen, wo etwas steht und es für sich verfügbar zu machen” ist jetzt zu einem Problem geworden, da Betrugsvermutungen anspringen können und das Gefühl entsteht, nicht zu wissen, was die Schüler*innen selber können / selber gemacht haben. Es ist daher notwendig, den Prozess zu betrachten, der zu einem Lern- oder Entwicklungsergebnis führt und zur Beurteilung des Prozesses Kriterien festzulegen.
KI als Teil einer neuen Prüfungskultur?!
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Wir haben im beruflichen Gymnasium (Jahrgangsstufen 11 – 13) Kolleg:innen mit hohen Korrekturaufwänden (z.B. Fächerkombination Englisch und Deutsch und dann Leistungskurse). Hier wäre ein Wunsch unserer Schule herauszuarbeiten, ob und wenn ja wie, KI Anwendungen helfen könnten, den Korrekturaufwand zu minimieren.